Die Zulassung der Antonov 225 von Michael Speyer

Ganz klar, der Erstflug eines Modells ist immer eine aufregende Sache. Aber bei einem Großmodell wie der Antonov 225 ist der Puls des Piloten sicher noch Mal eine ganze Ecke höher. JetPower war dabei, als Michael Speyer nach der technischen Abnahme seiner Antonov 225 die zwei Flüge für die Zulassung des Modells unter den Augen des Gutachters Walter Spannagel machte. Das Original gilt mit 88,4 m Spannweite, einer Rumpflänge von 84 m und einer maximalen Startmasse von 640 Tonnen als das größte Flugzeug der Welt. Im Jahr seiner Indienststellung 1989 erregte es mit der russischen Raumfähre Buran auf dem Rumpf auf der Pariser Luftfahrtshow weltweite Aufmerksamkeit.

Und auch Michaels An-225 ist 5.420 Spannweite bei einem Abfluggewicht von 93,2 kg wahrlich keine Kleinigkeit. Wie man sieht, hat Michael Speyer mit zwei Turbinen und vier Impellern einen echten »Hybrid-Antrieb« in seiner Antonov eingebaut. Meines Wissens ist diese Antriebsweise so noch nie bei einem Großmodell eingesetzt worden. Ich habe die Abnahme begleitet und konnte den Gutachter Walter Spannagel und natürlich auch Michael Speyer interviewen.

Tausendfüssler: Das Hauptfahrwerk ist eine Eigenkonstruktion.

Nachdem die technische Abnahme am Vortag erfolgreich verlaufen ist, wurde es jetzt noch mal richtig spannend, denn es ging an die beiden geforderten Abnahmeflüge. Mit Hilfe seines Sohnes Marc traf Michael, der erstaunlich ruhig und konzentriert wirkte, die letzten Startvorbereitungen. Dann folgten zwei Flüge, die einfach nur super waren. Alle Zuschauer, auch die anwesenden Großflieger hatten Gänsehaut und bejubelten nach der zweiten erfolgreichen Landung Michael und seine Helfer. Und Walter Spannagel konnte die Zulassung erteilen.

JetPower im Interview mit Gutachter Walter Spannagel

Bevor es mit der fliegerischen Abnahme nochmals spannend wurde, habe ich den Gutachter Walter Spannagel nach dem Ergebnis der technischen Abnahme gefragt:

JetPower: Gestern war die technische Abnahme des Modells. Wie ist es gelaufen?
Walter Spannagel: Die Abnahme war absolut problemlos. Wobei fast 5,5 Meter Spannweite und ein Gewicht knapp unter 100 Kilo natürlich schon etwas größere Dimensionen sind.
JetPower: Wie ist die Bauweise des Modells?
Walter Spannagel: Die Antonov ist überwiegend aus Styropor und Holz aufgebaut. Die Triebwerksgondeln und die Fahrwerksklappen sind aus GfK. JetPower:
Wieviel Gewicht wurde bei den Belastungstests auf die Flächen gepackt?
Walter Spannagel: Die Flächen wurden positiv mit je 90 kg belastet, das entspricht …

Das muss die Antonov abkönnen: Mit 90 kg Ballast auf der Fläche wird die Durchbiegung gemessen.

Das vollständigen Interview lesen Sie in JetPower 5/2019

JetPower im Interview mit Michael Speyer

Lassen wir auch Michael Speyer, der nach den zwei erfolgreichen Abnahmeflügen glücklich und zufrieden war, ebenfalls zu Wort kommen:

Das Leitwerk wird montiert. Bei einem Modell dieser Größe kommt man auch mit einem Kombi nicht weit, es muss schon ein Kastenwagen sein.

JetPower: Michael, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Abnahmeflug deiner Antonov 225. Da haben sogar die Großflieger ganz ehrfürchtig zugeschaut. Erzähl uns doch bitte, wie man auf die Idee kommt, so ein Wahnsinnsgerät zu bauen?
Michael Speyer: Irgendwann habe ich Bilder des Originals gesehen und da wusste ich: Das Modell musst du bauen! Meine Modellbaukollegen und meine Familie haben mich damals allerdings für verrückt erklärt, die waren sich alle sicher, dass ich das Projekt niemals durchziehen würde. Aber nach zwei Jahren war die Antonov fertig. Mein guter Bekannter Christian Mies, der auch die Berechnungen gemacht hat und viele andere haben mir dabei geholfen. Und hier steht jetzt das Ergebnis unserer Arbeit.
JetPower: Gib uns ein paar technische Daten!
Michael Speyer: Also gut: 5,42 m Spannweite, Abfluggewicht 93,2 kg, eingebaut sind zwei 180er Turbinen und vier WeMoTec- Elektroimpeller mit insgesamt 12 Akkus, die bringen zusätzlich 10 kg Schub. Das reicht sicher aus, denn nach dem Start schalte ich die Impeller ab. Grundsätzlich fliege ich dann …

Das vollständigen Interview und den Beitrag lesen Sie in JetPower 5/2019

 

 

 

 

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