Teil 1 – Der elektrische Typhoon

Ein Eurofighter mit zwei Triebwerken
Angeregt durch meinen Fliegerkollegen Thomas Lenard wollte ich auch einen Eurofighter bauen. Und da ich hauptsächlich elektrisch fliege, sollte der EuFi auch einen elektrischen Antrieb bekommen. Besser gesagt zwei, schließlich hat das Original ja auch zwei. Das Modell war schnell gewählt. Auf der JetPower 2018 sprach ich mit Andreas Gietz von CARF-Models, ob er sich eine elektrische Version seines ARF-Modells vorstellen konnte. Nachdem wir beide der Meinung waren, dass es gut funktionieren sollte, fuhr ich auf dem Weg nach Hause bei CARF vorbei und nahm den Baukasten mit. Zu Hause angekommen konnte ich den gut ausgestatteten ARF-Bausatz genau unter die Lupe nehmen und die einzelnen Teile wiegen. Die Tabelle zeigt die Gewichte der Einzelteile. Da der Eurofighter ja elektrisch fliegen soll, ist jedes Gramm und auch die Verteilung im Flieger relevant. Das fertige Modell soll schließlich ohne ein Gramm Blei auskommen, so zumindest das angestrebte Ziel.

Der Aufbau des Modells geht mit den gelieferten Teilen schnell von der Hand und soll hier auch nicht näher geschildert werden. Vielmehr konzentriere ich mich im Wesentlichen auf die erforderlichen Umbauten, standardmäßig ist nur ein Antrieb mit einem zentralen Schubrohr vorgesehen, der Auswahl der Antriebsstränge aus Impeller, Regler und Akku, und schließlich der Flugleistung beschäftigen. Bei der Auswahl der Impeller ging ich keine Kompromisse ein und nutzte die JetPower-Messe, um vor Ort mit Schüdeler ins Gespräch zu kommen. In der Firma Schübeler habe ich einen sehr hilfsbereiten und erfahrenen Partner für mein Projekt gefunden. In diversen Telefonaten und E-Mails wurde an der optimalen Auslegung für den Antrieb gefeilt. Wieviel Schub bei welcher Spannung, welche Strahlgeschwindigeit und welche Flugzeit ist zu erwarten. Nachdem viel hin und her gerechnet wurde, haben wir uns schließlich gemeinsam für eine Auslegung entschieden. Es sollen zwei Schübeler DS-82-DIA HST mit je 120 mm Durchmesser sein. Der gewählte Motor ist der auf diesen Impeller abgestimmte DSM6036-600. An einem 14s LiPo-Akku (51,8 V) werden bei ca. 120 A je Antrieb 9,5 kg Schub erreicht.

Die Stahlgeschwindigkeit wird bei 51 V mit ca. 340 km / h (95 m / s) angegeben und sollte ausreichend sein. Die Akkus sollen für mindestens fünf Minuten Flugzeit ausreichen und müssen ohne weiter Öffnungen in den Rumpf passen. Bei 2 / 3 Gasstellung ergibt sich eine elektrische Leistung von ca. 4,000 Watt (51 V x 80 A) je Antrieb. Die Kapazität des 14s LiPo-Akkus wurde daher auf 7.000 mAh festgelegt. Jeder Motor benötigt dabei 1.333 mAh je Minute. Somit sind 5,25 Minuten Flugzeit bei einem 7.000er Akku zu erwarten, und das war ja die Vorgabe. Bleibt noch die Anforderung, dass die Akkus ohne weiter Öffnungen in den Rumpf passen sollen. Damit das gelingt, müssen die Zellen als Stangen konfektioniert werden. Mit diesen Anforderungen habe ich mich an die Firma SwayTronics in der Schweiz gewandt. Auch dort fand ich schnell interessierte Mitarbeiter, die mich gerne unterstützen wollten. Die Akkus wurden nach den gegebenen Anforderungen produziert und sind mit 60c eher überdimensioniert.

Die Auswahl des Drehzahlstellers war recht einfach, da nur ca. 120 A Strom je Antrieb benötigt werden. Auch bei den Reglern wollte ich keine Experimente machen und habe mich auf die Empfehlung von Schübeler verlassen. Beide zur Auswahl stehenden Regler können den geforderten Strom und die Spannung händeln, daher fiel die Entscheidung auf den Regler mit dem geringeren Gewicht, denn der YGE 165 HV bringt gerade einmal 178 g auf die Waage.

a nun alle Komponenten bekannt sind, kann es an die Planung der Umbauten gehen. Der Schwerpunkt ist von CARF vorgegeben und sollte möglichst ohne …

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